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Detail

Das Erfolgsgeheimnis von jBEAM

Seit nunmehr 18 Jahren ist die Auswerte- und Visualisierungssoftware jBEAM erfolgreich am Markt. Das von der AMS entwickelte Tool dient zur Nachbearbeitung und Aufbereitung von Versuchsdaten. Weltweit führende Unternehmen arbeiten mit jBEAM und sind von dessen Flexibilität und Anwendungsvielfalt begeistert. Daher möchten wir dem Erfolgsrezept von jBEAM auf den Grund gehen und haben mit Jan Schnabel, Software Entwicklungsleiter der AMS, ein kurzes Gespräch geführt.

Jette Nebel: Wie und wann entstand die Idee für jBEAM?

Jan Schnabel: "Die Idee entstand 1998. Ein größeres Automobilunternehmen war auf der Suche nach einer Auswertesoftware, die als Java-Applet im Browser ausführbar ist. Mit der bereits vorhandenen BEAM Software als Grundlage konnte die Entwicklung von jBEAM beginnen. So entstand eine Java basierte Auswertesoftware, die die Voraussetzungen für internetbasierte Auswerte- und Berichtlösungen erfüllte: jBEAM – plattformunabhängig, leistungsstark und mehrsprachig bedienbar für Desktop- und Web-Lösungen."


Jette Nebel: Was ist das Besondere an jBEAM? Wie unterscheidet sich jBEAM von vergleichbaren Produkten?

Jan Schnabel: "jBEAM basiert auf Java und ist somit für unterschiedliche Betriebssysteme geeignet. Der ganzheitliche Anspruch von jBEAM ermöglicht es, sehr unterschiedliche Anwendungen zu realisieren (von der Messdatenerfassung über Prüfstandssteuerung und Postprocessing bis hin zu automatischen Reportgeneratoren). jBEAM lebt von den Ideen des Nutzers. Die Nähe zum Kunden gewährleistet die schnelle Umsetzung neuer Anwendungsfelder und Ideen.
jBEAM ist individuell erweiterbar. Neben den Anpassungen von unserem Entwicklerteam können Kunden eigene Plug-In-Komponenten und Skripte erstellen und implementieren.
Eine funktionelle Besonderheit: Modifikationen am Anfang einer Berechnungskette führen automatisch zur Neuberechnung aller davon abhängigen Ergebnisse. Für ein erneutes Ausführen der Analysekette nach einer Parameteränderung sind somit keine Skripte notwendig."

Jette Nebel: Für welche Anwendungsbereiche ist jBEAM entwickelt worden?

Jan Schnabel: "Unsere größten Kunden sind in der Automobilindustrie tätig. Hier gibt es neben Crashanalysen und Motorkennfeldern zahlreiche Anwendungen, bei denen jBEAM zum Einsatz kommt. Neben der Automobilindustrie wird jBEAM aber auch in der Energiewirtschaft (Überwachung von Pumpspeicherwerken), im Maschinenbau (Getriebeprüfstände), in der Brückenmesstechnik, im Flottenmanagement u.v.m. eingesetzt. Die Anwendungsgebiete sind sehr vielseitig und es kommen permanent neue hinzu."


Jette Nebel: jBEAM ist seit 1998 am Markt. Kurz nach der Einführung des Internets entwickelte die AMS mit jBEAM eine Web-Lösung für verteiltes Arbeiten mit Messdaten. Was hat sich im Laufe der Zeit an jBEAM verändert? Was wurde verbessert?

Jan Schnabel: "Das Grundprinzip, die Architektur von jBEAM ist bis heute gleich geblieben. Allerdings wurde es schrittweise erweitert. So kamen zahlreiche neue Berechnungen, Importer, Dateiformate, Grafiken u. ä. hinzu. Zudem wurden zusätzliche Konzepte entwickelt, wie beispielsweise der Datenquellenmanager. Anfangs mussten Dateien einzeln importiert werden. Jetzt ermöglicht der Datenquellenmanager mehrere Dateien gleichzeitig auszuwählen, zu importieren und gemeinsam zu analysieren.
Die Oberfläche wurde letztes Jahr komplett überarbeitet. Neben einer verbesserten Benutzerfreundlichkeit besteht nun die Möglichkeit, individuelle Fenster auf unterschiedlichen Monitoren anzuordnen.
Außerdem ist es heute möglich, mehrere jBEAM Instanzen über unsere EnCom Technologie über das Netzwerk zu verbinden, was zu Entwicklungsbeginn nicht denkbar war."

Jette Nebel: Ein Blick in die Zukunft: Wo wird die Reise in den nächsten 18 Jahren hingehen?

Jan Schnabel: "Unser Ziel ist es, unseren Kunden ein Komplettsytem aus einer Hand anzubieten. Dafür werden wir uns auf das Zusammenspiel von jBEAM, MaDaM und TesteeM konzentrieren und dieses weiter ausbauen und verbessern.
Die Datenmengen, die unsere Kunden auswerten wollen, werden immer umfangreicher (Stichwort Big-Data). Dadurch wird die Auswertung auf einem Desktopsystem, welches die Daten über das Netzwerk komplett herunterladen muss, zunehmend ineffektiv. Auch dauern Berechnungen bei großen Datenmengen unter Umständen sehr viel länger. Uns schwebt ein verteiltes System vor, welches die Daten dort verarbeitet, wo es am günstigsten ist, also z.B. auf dem System, wo sie liegen. Der Anwender kann seine Auswertung im Browser auch auf Plattformen wie Tablets oder gar Smartphones interaktiv bedienen, da die Cloud ihnen die eigentliche Rechenlast abnimmt.
Es bleibt also spannend!"