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Detail

Sichere Brücken mit jBEAM

Brücken sind in der heutigen Infrastruktur ein wichtiges Bindeglied. Aufgrund des erhöhten Brückenalters und des steigenden Verkehrsaufkommens ist eine Überwachung der Brücken unabdingbar.
Die AMS arbeitet seit 2014 gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Freundt, der Professur Baustatik und Baufestigkeit der Bauhaus Universität Weimar und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) an einem Monitoring System zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit von Bestandsbrücken (MELB). Das Projekt soll im November dieses Jahres abgeschlossen werden und geht somit in den Endspurt.
Ziel der Zusammenarbeit ist die automatisierte Erfassung der Belastung einer Brücke mittels Langzeitmessung. Dafür werden zahlreiche Sensoren (Dehnungsmessstreifen) entlang der Brücke angebracht, um die Verformung des Straßenbelages unter Belastung zu messen. Aus den gemessenen Daten wird eine Fahrzeugstatistik (Fahrzeugtyp, Gewicht, Achslast u. ä) für die entsprechende Brücke ermittelt. Gemeinsam mit anschließenden Belastungstests können Aussagen darüber getroffen werden, in welchem Zustand sich die Brücke befindet beziehungsweise wie lang die Brücke noch der Last des Verkehrsaufkommens standhält.
Bisher konnte die Belastung zwar gemessen werden, jedoch erfolgte die Berechnung nicht automatisiert. Dies wird nun mit der AMS eigenen Auswerte- und Visualisierungssoftware jBEAM und einem spezifischen Ergänzungsmodul realisiert, die als Steuerungszentrale für die Speicherung und Auswertung der unterschiedlichen Daten dienen. Mögliche Brückenschäden können so frühzeitig erkannt und Verkehrsbehinderungen verringert werden.